frauen* in bunt
Wofür wir stehen:

frauen* in bunt1 versteht sich als Fraueninitiative gegen den sich in der Mitte der Gesellschaft ausbreitenden Rechtspopulismus, gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie, gegen Gewalt und den salonfähig gewordenen Hass auf alles, was „anders“ ist. frauen* in bunt will feministisch-politisch Position beziehen und kreativ aktiv werden für eine geschlechtergerechte, demokratische, vielfältige und inklusive Gesellschaft.

frauen* in bunt signalisiert größtmögliche „bunte“ Vielfalt und eine internationale Perspektive. Wir wollen eine dezentrale Kommunikationsstruktur und Aktionsplattform sein, die Frauen* unterschiedlicher Altersgruppen, sexueller Orientierungen, Herkunft, Hautfarbe und Staatsangehörigkeiten, Kulturen und Religionen sowie Frauen mit und ohne Behinderungen zusammenbringt. Wir wünschen uns, dass die Initiative frauen* in bunt auch in anderen Städten und Gemeinden sichtbar und aktiv wird und im Umfeld der Wahlen 2017 viele gute Aktionen auf den Weg bringt.

frauen* in bunt bekennt sich zu Humanität und Mitmenschlichkeit, zu Liebe und Empathie statt Hass und Diskriminierung, zu gegenseitigem Respekt und Gewaltfreiheit, zur Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte, zu sozialer und ökonomischer Gerechtigkeit, zu ökologischer Nachhaltigkeit und zur Solidarität mit Minderheiten und Ausgegrenzten.

‣ Wir wollen erhalten und weiter entwickeln, was die Zivilgesellschaft über viele Jahrzehnte erkämpft hat. Dabei denken wir vor allem an die Frauen-, Lesben- und Friedensbewegung, Entwicklungs-, Menschenrechts- und Umweltorganisationen, an Netzwerke von Migrant*innen und geflüchteten Menschen, an Gewerkschaften, Arbeiter*innen-/Arbeitslosenbewegung und an das LGBTIQ*-Movement. Für die erkämpften Rechte und Freiheiten treten wir ein und wenden uns gegen die rückwärtsgewandten Kräfte in der Gesellschaft. Dabei streben wir als frauen* in bunt eine lebendige Zusammenarbeit mit anderen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die diese Überzeugungen teilen, an.

‣ Inspiration, Kraft und Mut beziehen wir aus dem Erbe unserer Vorkämpferinnen*. Dabei denken wir auch an „Frauen in Schwarz“, die besonders in den neunziger Jahren gegen Militarisierung und Kriege in vielen Teilen der Welt auf die Straße gegangen sind. Sie haben uns inspiriert zu frauen* in bunt. Eine Ermutigung aus jüngster Vergangenheit ist uns der US-amerikanische Women’s March, der im Januar 2017 begann und bisher etwa 3 Millionen Menschen gegen die destruktive, reaktionäre und menschenverachtende Politik des US-amerikanischen Präsidenten auf die Straße gebracht hat.

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1 Das Sternchen* kennzeichnet den Begriff „Frauen“ als soziales Konstrukt, unabhängig vom biologischen Geschlecht.